Die staatlich finanzierte Blogwart-Seite “jugendschutz.net” belästigt offenbar seit Jahren diverse Anbieter mit ihrem unsäglichen Verlangen, das Internet im Namen der öffentlichen Sitte und Moral von “jugendgefährdenden Inhalten” zu säubern. Am 4. September 2009 meldete sich ein Andreas Link im Namen dieser “von den Jugendministern aller Bundesländer gegründet[en]” Watchdog-Group auch bei Blogsport, um ihm die Seite “Herbst in der Seele” anzuzeigen. Eine Seite, die das Thema Pädophilie seit April 2007 zum Missfallen vieler Leute sowohl aus einer gesellschaftspolitischen wie aus der Perspektive eines von dieser Debatte direkt Betroffenen öffentlich diskutiert. Zur Unterdrückung einer solchen unerwünschten Meinungsbekundung machte uns Herr Link ein nachgerade obszönes Angebot:
Es würde mich sehr freuen, wenn wir Sie in diesem Fall als einen Partner gewinnen könnten, der im Zuge einer “Kultur gemeinsamer Verantwortung” seinen Beitrag dazu leistet, das Internet ein wenig weniger bedrohlich zu gestalten [...]
Nachdem wir uns dieser “strategischen Partnerschaft” zur Zensur des Internets aus naheliegenden Gründen verweigerten, haben wir es nun seit gestern mit einer missbräuchlich eingereichten “Abuse”-Meldung an unseren Server-Hoster zu tun – vorgebracht von eben dem Andreas Link, den wir zwei Wochen vorher so sträflich abgespeist hatten:
Dear customer,
We have received a spam resp. abuse notice from al@jugendschutz.net.
Please take all the necessary measures in order to avoid this also.
Furthermore please be so kind to send a short statement to us and to the person who made the complaint in which you describe how it could come to this incident resp. your counter-measures.
Was ist das anderes als staatlich finanziertes “Harrassment”, mit dem Bundesbehörden wie die “Kommission für Jugendmedienschutz” (KJM) – der jugendschutz.net offiziell angeschlossen ist – verhindern möchten, dass Strafgesetze dieses Landes noch öffentlich diskutiert und hinterfragt werden können?
Offenbar reicht es nicht aus, Pädophile zu kriminalisieren. Nein, man muss ihnen auch noch das Recht nehmen, zu dieser Kriminalisierung öffentlich Stellung zu beziehen!
Es ist eigentlich nichts Neues: Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert das Volk.
Durch das INet ist aber unverschämterweise ein Medium entstanden, dass es auch ungeliebten Minderheiten und Randgruppen gestattet, ihre Ideen unters Volk zu bringen – was natürlich absolut nicht im Interesse der Regierenden ist. Logische Konsequenz: Durch Zensur die Opposition mundtot machen – und seien die Massnahmen auch noch soch sinnlos – wie Stoppschilder z.B. – alles wird angewendet, um abweichende Meinungen daran zu hindern sich öffentlich darzustellen.
Zum Glück spielen die Server-Provider nicht mit…
Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!
The Alien
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Ein Anlass für ein News bei K13online – Kritik an Jugendschutz.net ist erneut angebracht.
Gruß Dieter-K13
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Ergänzung: Nicht nur gegen diese Kriminalisierung in den Köpfen – der Gesetzgeber hat ja noch kein Gesetz gegen das “Pädophilsein” erlassen -, sondern auch gegen die immer weiter zunehmende Psychiatrisierung Pädophiler setze ich mich zur Wehr. “Nur ein therapierter Pädo ist (vielleicht) ein guter Pädo” ist das Credo der Normalbürger: die Annahme, dass Pädophilie als sexuelle Präferenzstörung ohne eine Therapie automatisch zu (gewaltsamen) Übergriffen führt. Dazu gehört natürlich auch, dass sich der solchermaßen pathologisierte Mensch nicht öffentlich äußern darf, ist doch jede Äußerung, die keinen “Therapieerfolg” erkennen lässt, bereits ein Symptom der Störung, macht das Internet “bedrohlich”* (sic!), stört den öffentlichen Frieden: die herrschende Moral der krankhaft Gesunden.
*: Dass mein Blog, in dem es um hauptsächlich um liebevolle Zuneigung zwischen Erwachsenen und Minderjährigen und deren soziale wie individuelle Folgen geht, eine Bedrohung darstellen soll, halte ich übrigens für, na ja: ganz schön krank!
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Es ist keine Zensur im Sinne “Zensursula”. Es soll ja kein Stopp-Schild vor die Seite, sondern die Seite soll von Blogsport gelöscht werden! Es ist genau DAS, was die Piraten, was AK Zensur fordern: Löschen, statt sperren! Nur, dass hier keine Seite gelöscht werden soll, die illegal ist, sondern eine Seite, die völlig legal ist, aber für ultrakonservative Kinderschützer eben verdächtig ist, illegal zu werden bzw. die indiziert gehört! Geschützt wird durch das Löschen kein Kind, soviel steht fest! Im Gegenteil: Dadurch, dass Pädophile nicht mehr sich über ihre Neigung austauschen können, ist es auch nicht mehr möglich, darüber zu debattieren, wie man als Pädophiler einen Lebensweg gestalten kann, ohne Kinder zu schaden!
Genau HIER liegt der Haken: kinderschutz*net sieht nur Gefahren, wo Chancen liegen! kinderschutz*net will völlig legale Seiten löschen lassen, um in Endeffekt ein Tabus (“Darüber redet man nicht!”) zu zementieren, um ein Thema grundlegend vom Internet zu entfernen, um es wieder in die Schmuddelecke zu bringen wo es hingehören soll!
…und genau HIER zeigt kinderschutz*net, dass Aufklärung und Debatten nicht anerkannt werden! kinderschutz*net hat kein Interesse an Diskursen, kinderschutz*net will nur regulieren, verbieten, löschen u.s.w.., treu nach dem Motto “Überwachen und Strafen”…
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ja, aber zensursula ist als jugend- und familienministerin quasi der brot- und auftraggeber von jugendschutz*net – daher der link zu ihr im titel.
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Die Piratenpartei fordert KEINE Löschung von legalen Webseiten & Blogs & Foren etc, die sich mit dem Thema Pädophilie beschäftigen. Im Gegenteil, die Piraten setzen sich für die Informationsfreiheit im Internet… ein. Der obige Fall ist also nicht mit dem ZugErschwG bzw. Internetsperren mit Stoppschildern vergleichbar.
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Dieter,
Bist du Sprecher der Piratenpartei? Sicher nicht! Woher nimmst du die Garantie, dass die Piraten nicht auch versuchen werden, Seiten löschen zu lassen, die pädophilen Content haben?
Auf der Demo “Freiheit statt Angst” sagte mir eine Frau von einem Piratenstand, dass sie auch dafür wäre, verdächtige Seiten löschen zu lassen, damit Kriminalität nicht entsteht. Als Beispiel nannte sie “pädophile Internetforen”.
Im Forum der Piratenpartei wird bereits gefordert und diskutiert, azovfilms*com löschen zu lassen!
In Bayern kooperieren Piraten mit CareChild !
Ergo: Blindes Vertrauen in die Piraten ist nicht gut!
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Weder die Seiten azovfilms oder Krivon etc. – beides sind legale Internet-Shop – können rein strafrechtlich gesperrt werden. Zivilrechtlich sind derartige Versuche durch CareChild auch gescheitert.(siehe K13-News im Archiv)
Warum sollten gerade die neuen Piraten dies fordern wollen? Das ergibt keinen Sinn und von solchen Versuchen habe ich außer Einzelmeinungen auch noch nichts gehört. Die Piraten sind gegen Internetsperren von allen Webseiten, egal welchen Inhalt diese haben. Die Gründe will ich hier jetzt nicht alle aufführen, weil das zu viel wäre, dürfte aber bekannt sein. Deshalb stellen die Piraten eine gute Wahlalternative am 27. dar. Die Pädophilen sollten deshalb mit der Zweitstimme die Piraten wählen. Ob sie nun die 5% Hürde beim 1. Anlauf schaffen oder nicht: Das Stimmergebnis wird positive Auswirkungen auf alle anderen Parteien haben. Die Pädophilen müssen diese ganzen Anlässe für sich nutzen und möglichst mitreden wollen und alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das ist auf jeden Fall besser als nichts tun.
Gruß Dieter-K13
ps: Dieses Blog ist NEU. Ein weiterer Schritt auf dem langen und wichtigen Weg…..! Weiterhin viel Erfolg und Glück !!
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