Der geschäftsführende Vorstand der Türkischen Gemeinde in Deutschland wirft Sarrazin in einer in Berlin verbreiteten Erklärung „Stammtisch-Rassimus“ vor.
Viele Deutsche sagen dagegen, dass Sarrazin nur lang geschönte Wahrheiten ausspricht.
Das ist auch die Meinung der Mehrheit der BILD.de-Leser. „Ja, endlich sagt das mal jemand!“ – meinen 87 Prozent von über 34 000 Teilnehmern in unserer Blitzumfrage.
8 Kommentare zu “Und alle so: “Heil!””
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Das hat mich sehr geärgert, als das letzte Woche in den Schlagzeilen stand. Die Rede ist von Sarrazins Einlassungen, die (gefühlt) von Jahr zu Jahr homophober und radikaler werden, was sicherlich auch ein Stück weit mit der Enthobenheit S.s zu tun hat: Seitdem er aus dem Berliner Senat in die höheren Gefilde der Bundesbank entlassen wurde, hat er ja mehr oder minder die amtliche Bestätigung für seine Haushalts- und Finanzpolitik (obwohl er auch nicht sonderlich vermisst wird, Nußbaum versucht dem nachzueifern).
Pervers sind die Reaktionen auf das Interview (das übrigens noch etliche weitere “bonmots” enthält: http://www.lettre.de/aktuell/86-Sarrazin.html ), nicht nur seitens des politisierten Mobs der BILD, sondern auch in liberalen Organen (bei taz.de findet sich allenthalben Zustimmung zu Sarrazin seitens der Community, die ebenso mit der geheuchelten Zustimmung nicht hinterm Berg hält. Geheuchelt, weil zwar der Jargon teils kritisiert wird, jedoch in der Sache nicht widersprochen wird: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/kommentarseite/1/sarrazin-unter-druck/kommentare/1/1/
und in der ARD-Sendung “hart aber fair” wurde darüber seitens öffentlicher Instanzen debattiert. Dem voran wurde ebenso ein Poll gestellt, wonach auch hier die befragte Mehrheit eindeutig für S.s Äußerungen eintreten: http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20091007.php5?akt=1 –> 87 Prozent der User klickten “Ja”…Holen wir also endlich wieder Adornos “Studien zum autoritären Charakter” hervor
Es gab ja 2005/2006 diese Studie der Böckler-Stiftung, die das “antisemitische Potenzial” innerhalb der BRD quantifizieren sollte, damals kam man auf einen Prozentsatz von um die zwanzig, wenn ich das noch recht erinnere. Es wäre interessant jetzt und heute, angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und Krisenerscheinungen neue Erhebungen durchzuführen: rassistisches Gedankengut in seiner sublimierten Form dürfte viel weiter gestreut sein und Bestandteil des “Common sense”. Angenommen, die Arbeitslosenzahlen steigen auf fünf-sechse Millionen, die Kurzarbeiterregelungen laufen aus und die Leiharbeiter werden entlassen, die Finanzkrise kommt in der “Mittelschicht” an; man sollte Sarrazin erneut zu Wort kommen lassen, der Applaus dürfte ungebrochen sein.
Man kann das gut mit den USA kontrastieren: “Obama verspricht Schwulen und Lesben mehr Rechte” http://www.tagesschau.de/ausland/obama1594.html Interessant ist hier, warum mehr Rechte gewährt werden sollen und das sogleich das Militär als Hauptzielpunkt angegangen wird, Homophobie rechtlich zu unterminieren. Das fügt sich gut in die These der “repressiven Toleranz”. Man stelle sich jetzt vor, Westerwelle verspräche homosexuellen Rekruten mehr Rechte, welche Reaktionen in Deutschland folgen könnten.
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was im postfaschistischen deutschland wieder möglich ist… und die presse als “kritisches organ” versagt jetzt schon vollkommen.
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… auch bei der taz waren es lockere 40 bis 50 Prozent, die Sarazzin zugestimmt haben. Und lustigerweise schwimmen gerade diejenigen Linken, die sich “antideutsch” nennen, nicht selten auf der Welle mit. Strange people….
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“… auch bei der taz waren es lockere 40 bis 50 Prozent, die Sarazzin zugestimmt haben. Und lustigerweise schwimmen gerade diejenigen Linken, die sich “antideutsch” nennen, nicht selten auf der Welle mit. Strange people…. ”
Da hätte ich aber mal gerne eine konkrete Belegstelle aus dem antideutschen Spektrum.
Die “taz” ist ja nicht gerade ein antideutsches Blatt.
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“die welle” ist ja nicht das sarazzin-angehimmel allein, sondern der um sich greifende kulturalismus incl. konstruktion eines westlicher zivilisation vs. islamisch-arabischer barbarei. und dafür muss ich wohl nicht extra beispiele raussuchen….
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Also ich glaube, dass Sarazin im antideutschen Milieu, das ich kenne, genauso kritisiert wird wie in sonstigen linksradikalen Zusammenhängen.
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